Ampersand im Hansa

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Am besten einfach aus dem Bauch heraus: Ampersand waren am ersten Samstag im November erneut zu Gast im Hanseat und haben ein Konzert der Extraklasse hingelegt. Unterstützung erhielten sie dabei von Pan, einer Emo-Band direkt aus Salzwedel, und von Trillian, die schon im vergangenen Jahr vor Ampersand auftraten.

Die Kombination hätte nicht besser sein können. Wer Emo mag, wird an Pan sicherlich Gefallen gefunden haben, wussten sie doch mit abgefahrenen Gitarrenklängen zu begeistern. Trillian hatte ich 2006 irgendwie besser in Erinnerung, ich konnte mich mit der ersten Hälfte ihres Auftrittes einfach nicht anfreunden. Aber vielleicht war den Jungs nur kalt? Nach einer halben Stunden haben sie jedenfalls endlich Songs gespielt, die ich kannte – meine Stimmung und Vorfreude stieg.

Und dann endlich: Ampersand. Wie im Jahr zuvor dauerte es beim Umbau ein wenig länger, da das Rythmusgerät komplett getauscht wurde und jede Menge Saiteninstrumente auf die Bühne gekarrt wurden. Dann fegten sie auch schon los. Im Grunde haben sie jeden Song des aktuellen Albums (The Can Can Variaty Show) gespielt. Zwischendurch drangen noch vier mir nicht bekannte Stücke an mein Ohr, die wohl Bestandteil des neuen Albums sind. Aber mit jedem Stück schien das Publikum ein wenig mehr auszuflippen. Ich konnte Mitglieder der anderen Bands herumfliegen sehen und habe den Frontmann von Counterfeit dabei beobachtet, wie er sich amüsiert hat. Mir schien, es war irgendwie nicht seine Musik.

Nach dem Konzert hat Julia die Band Trillian angeschnackt, weil es von denen CDs zu günstigen Preisen und mit individuellen Covern geben sollte. Sie hat die letzte bekommen. Ich habe mich in der Zwischenzeit mit Ampersand unterhalten. Der Sänger meinte zu mir, er hätte sich bei Textunsicherheiten auf mich konzentriert, weil ich bei den meisten Liedern so gut mitgesungen habe. Als ich ihn auf Last.fm ansprach, wusste er auch sofort, wer ich bin. Es gibt dort offenbar nur wenige Hörer. Er war jedenfalls begeistert von der Atmosphäre im Hanseat und den Fans und ich denke nicht, dass es der letzte Auftritt von Ampersand in Salzwedel gewesen ist.

Pan - Emo aus Salzwedel

Pan – Emo aus Salzwedel

Mit Gips, Gitarre und langen Haaren

Mit Gips, Gitarre und langen Haaren

Trillian aus Halle

Trillian aus Halle

Frontmann und Schlagzeuger von Trillian

Frontmann und Schlagzeuger von Trillian

Ampersand

Ampersand

Erleuchtete Fans

Erleuchtete Fans

Auf dem Weg nach Hause sind noch zwei Dinge passiert: Erstens hatte es im Bürgermeisterhof gebrannt – Alles war voll mit Feuerwehr und Polizei. Und zweitens war das T-Shirt, dass ich mir gekauft hatte, viel zu eng. Ich hatte extra eine “L” genommen, aber das fiel wohl sehr klein aus. Entweder das, oder ich muss wirklich anfangen, was für die Figur zu tun. Ich bin zurück ins Hansa gerannt, wieder an Feuerwehr und Polizei vorbei. Ampersand waren immer noch mit dem Verkauf von Zubehör beschäftigt und der Umtausch unproblematisch. Ob das auf einem Hurricane auch geklappt hätte?

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