Ich dachte, so etwas gibt’s nur im Kino.
Neulich fand ich die folgende Karte bei mir am Auto:
Da möchte man doch den Glauben an die Menschheit verlieren. Was, bitte, soll ich denn sonst mit dieser Karte machen? Aufheben wie ein Familienerbstück? Gedruckt worden ist die Karte doch bereits, die Umwelt wurde schon belastet. Es bleibt mir also nur der Gang zur… ja, wohin eigentlich? Die Karte ist ja mit Plastik überzogen, die Papiertonne fällt also weg. Da bleibt wohl nur der Gelbe Sack.
Ich finde, es wird höchste Zeit, dass irgendein Politiker den Kampf gegen diese Kartenmafia aufnimmt. Ich will gar nicht wissen, wie viele Bäume und wie viel Wasser bei der Herstellung dieser Karten verbraucht verschwendet worden ist. Das sollte mal wissenschaftlich untersucht werden, in einer Diplomarbeit zum Beispiel. Irgendjemand?
Eine Sache fällt mir doch noch ein: Ich benutze die Karten in der Regel zum Entfernen der Spinnennetze, die sich regelmäßig unter den Seitenspiegeln und dem Heckscheibenwischer anfinden lassen. Danach erfolgt die ordnungsgemäße Entsorgung, siehe oben.
Wisst ihr, was mich am Winter in Bezug auf mein Auto so richtig nervt? Nicht etwa das ständige Scheiben freikratzen sondern die anderen Verkehrsteilnehmer. Insbesondere die besonders hellen Exemplare die auch mitten im Februar immer noch (oder schon wieder?) mit Sommerreifen umher fahren. Ich habe einen Bericht gesehen, nachdem ein Lkw für einen mehrere Kilometer langen Stau verantwortlich war, nur weil er meinte die Warnungen von Polizei, Feuerwehr und Wetterdienst ignorieren zu müssen.
Noch besser sind allerdings die besonders Vorsichtigen. Sobald die etwas Weißes auf dem Boden sehen ist deren Tachometer bei 70 zu Ende. Überholt man dann zügig, darf man sich auch noch Lichthupen gefallen lassen. Glücklicherweise blendet es nur kurz, man ist ja dank 30 km/h Differenz schnell außer Reichweite.
Vergangenen Freitag meinte das italienische Wunderwerk, was ich meinen mitprosierten Untersatz nenne, sich von Teilen seiner Auspuffanlage zu verabschieden. Um genau zu sein ist das Mittelrohr durchgerostet und just in dem Moment komplett auseinander gebrochen, als ich in ein äußerst kompliziertes Überholmanöver verwickelt war. Und damit meine ich es war nicht viel Platz und die Drehzahlnadel überschritt grade die 4.000er Marke als der Motor plötzlich viel kerniger als sonst klang.
In Salzwedel angekommen wandte ich mich fünf vor sechs an die Fachleute von Pitstop. Ein kurzer Blick in den Computer bestätigte, dass das notwendige Ersatzteil vorrätig war. Die anschließende (De-)Montage des Mittelrohrs erforderte aber den Einsatz eines Schweißbrenners. Eine halbe Stunde später, gut 130€ leichter aber auch eine halbe Stunde nach Feierabend konnte ich mein Auto wieder vom Pitstop-Gelände herunter bewegen. Bei anderen Werkstätten in Salzwedel hätte ich mir bestimmt einen Termin für die folgende Woche geben lassen müssen, auch wenn das Ersatzteil da gewesen wäre. Also, Danke an das Pitstop-Team in Salzwedel, kann ich nur empfehlen.
Ach so: Auf das Mittelrohr gibt es bei jährlicher Durchsicht lebenslange Garantie. Da bin ich ja mal gespannt.




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