Ich hatte in der letzten Zeit vermehrt mit Windows Vista und Sieben zu tun. Nett ist, das Microsoft mittlerweile Software für gängige Büroaufgaben wie E-Mail und Kalender beilegt. In Funktionsumfang und Bedienung unterscheiden sich beide Programme nur marginal von den freien Alternativen wie Mozilla Thunderbird und Lightning. Allerdings konnte ich keine Minianwendung für die Sidebar finden, mit der man die Termine aus dem Kalenderprogramm anzeigen kann. Für Outlook schon, aber Outlook kostet ja nun auch eine ganze Stange Geld, wenn man es legal erwerben möchte. Und an fehlenden Schnittstellen kann es auch nicht liegen, immerhin bietet der Kalender eine Veröffentlichen-Funktion an. Naja, vielleicht wird es mit Windows After-Eight ja besser…
Als Webentwickler kommt man leider nicht um den Internet Explorer in allen seinen Varianten Ausgeburten herum. Deshalb habe ich mir die finale Version von Windows 7 geschnappt und auf meinen alten Rechner (AMD64 3800+, 2GB RAM, ATI Radeon X700SE) gespielt.
Ich möchte mich nun mit der Remotedesktopverbindung für Mac von Microsoft über das Netzwerk mit dem Rechner verbinden, doch plagten mit immer wieder Abstürze des Programms. Das Programm stürzte völlig willkürlich ab, oft aber bereits direkt nach dem Login. Ein Blick in die Einstellungen ließ mich hoffen, immerhin gibt es dort zahlreiche Stellschrauben, an denen man drehen konnte. Die Schraube mit der Bezeichnung “Drucker” brachte schließlich den gewünschten Erfolg. Dort war standardmäßig ein Netzwerkdrucker eingetragen. Sobald ich das Häkchen bei “An den Macintosh angeschlossenen Drucker verwenden” entfernt hatte, lief das Programm absolut stabil.
Eine Anmerkung zu Desktop-Designs: Die Geschwindigkeit nahm spürbar zu, nachdem ich die Designs deaktiviert hatte. Deshalb mein Tipp: Nehmt euch Peter Lustig’s Rat zu Herzen und schaltet öfter mal ab.
Ich kam gestern Abend in die Verlegenheit, alle meine Kontakte auf meinem iPhone neu erstellen zu müssen. Bei der ersten Synchronisation mit meinem neuen iMac wurden alle Kontakte gelöscht. o_O
Mein erster Ansatz: Google befragen, ob es Programme für so etwas gibt. Nach zehn-minütiger Recherche entdeckte ich einen Forenbeitrag, der sich als sehr hilfreich erwies. Man muss einfach alle Kontakte im Windows Adressbuch markieren und zieht sie in einen beliebigen Ordner, Drag&Drop. Für jeden Kontakt wird dabei eine VCF-Datei erstellt. Diese kann man mit einer beliebigen Methode auf den Mac transferieren, ich habe den Ordner einfach im Netzwerk freigegeben. Die VCF-Karten ließen sich ebenso einfach in das MacOSX-Adressbuch importieren: Alles auswählen, ziehen und fallen lassen, fertig.
Einziger Wermutstropfen: Die Umlaute hat es wegen fehlender Einstellmöglichkeiten zerhauen. Glücklicherweise wohnen die meisten Personen, die ich kenne, in irgendwelchen Wegen und nicht in Straßen.
Ich muss leider bemängeln, dass die Fotoanwendung im iPhone zur Verwaltung überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Man kann weder neue Alben erstellen, noch Fotos in andere Alben verschieben oder gar umbenennen. Lediglich über die Synchonisierungsfunktion mit iTunes habe ich es geschafft, Fotos vom meinem Rechner auf das iPhone zu übertragen. Der umgekehrte Fall, Photos vom Handy auf den Computer übertragen, scheint ebenso wenig implementiert worden zu sein. Man kann unter Windows zwar mit dem eingebauten Foto-Manager Bilder vom iPhone herunterladen, sobald sich der Name aber von dem im iPhone unterscheidet, liegt aus Sicht des Geräts eine Kopie vor und der Ordner wird bei der nächsten Synchonisierung wieder hochgeladen. Wie die Verwaltung unter MacOSX erfolgt, kann ich in Ermangelung der Hardware leider nicht sagen.
Ich kann einfach nicht verstehen, dass Apple es sich wagt ein so unfertiges Gerät auf den Markt zu bringen – Beschnitten in den rudimentärsten Funktionen. Kein Dateiaustausch per Bluetooth, kein Austausch von VCF-Visitenkarten (so viel zum Thema Business-Handy), keine Zwischenablage, kein Qualitätsmanagement im App-Store, keine USB-Stick Funktion (wozu trage ich sonst 16GB mit mir rum?), keine Videofunktion, keine MMS… Diese Liste ließe sich sicher noch weiter führen, aber das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Punkte.
Warum habe ich mich dennoch für das iPhone entschieden? Obwohl es so viele Schwächen hat, gibt es derzeit nicht ein Gerät was an den Bedienkomfort dieses Handys heran reicht. Wenn das Freerunner auf einem ähnlichen Niveau angelangt ist kann man von ernsthafter Konkurrenz reden. Allerdings befürchte ich, dass Googles Android mit der breiteren Front an Unterstützern dem zuvor kommen wird.
Letzte Kommentare