Ich hatte es vor längerer Zeit mal geschafft ein Windows XP, welches auf einer internen Platte installiert wurde, so einzurichten umzufrickeln, dass es auch zumindest am gleichen Computer auch von einer externen, per USB angeschlossenen Festplatte bootet. Das gleiche hatte ich nun auch mit dem Nachfolger Windows 7 vor. Naiv, wie ich bin, dachte ich es würde reichen das Installationsprogramm zu starten, die externe Festplatte als Ziel auszuwählen und auf “Jetzt installieren” zu klicken, aber weit gefehlt. Die Platte erscheint zwar in der Auswahlliste, ließ sich aber nicht als Installationsmedium wählen: “Die Installation auf USB- oder IEEE 1394 Medien ist nicht vorgesehen.” Na super.
Nach stundenlanger Recherche im Internet und zahlreichen Beiträgen (von “Geht definitiv ohne Probleme” über “Sollte man nicht machen, da USB zu langsam” bis hin zu “Ist überhaupt nicht möglich”) bin ich schließlich auf einen Beitrag bei PC Welt gestoßen.
In dem Artikel heißt es, dass man besten Windows 7 wie gewohnt auf einer internen Festplatte installiert. Anschließend packt man diese Platte in ein externes Gehäuse, fährt ein anderes Windows hoch und klemmt dort die USB-Platte an. Ich habe dafür ein mit VirtualBox virtualisiertes Windows 7 verwendet. Dann startet man den Registrierungseditor, wählt den Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE und lädt die Datei Windows\System32\drivers\System in eine Struktur (“Datei” > “Struktur laden”) mit dem selbst zu vergebenden Namen “Z” (einfach in das Eingabefenster “Schlüsselname” eintippen). Anschließend wählt man innerhalb der Struktur den Pfad HKEY_LOCAL_MACHINE\Z\ControlSet001\Services und sucht die Schlüssel usbccgp, usbehci, usbhub, usbohci und/oder usbuhci. Dort verändert man jeweils die Zeichenfolgen Group von “Base” auf “System Reserved” und Start setzt man auf “0″ (hexadezimal). Für den Schlüssel “USBSTOR” muss die Zeichenfolge “Group” noch ergänzt werden (ebenfalls mit “System Reserved” als Wert) und “Start” wird auch auf “0″ gesetzt.
Anschließend klickt man wieder auf HKEY_LOCAL_MACHINE\Z und wählt “Datei” > “Struktur entfernen” und ist damit fertig. Jetzt muss man nur noch die Bootreihenfolge so verändern, dass zuerst von USB-Datenträgern gebootet wird und Windows 7 sollte von der externen Platte starten.
Noch ein paar Anmerkungen und Hinweise: Ich habe die Installation von Windows 7 ebenfalls mit einem exterenen Datenträger vorgenommen (4GB USB Stick). Dazu benötigt man lediglich ein ISO-Image der Windows 7 Installations-DVD und ein offizielles Tool von Microsoft. Diese Methode ist eigentlich für Netbooks ohne DVD-Laufwerk gedacht, eignet sich aber auch wunderbar um DVD-Rohlinge zu sparen.
In dem Artikel von PC Welt ist von Windows Vista die Rede, das macht aber nichts. 
Hier noch der Link: http://www.pcwelt.de/start/software_os/vista/praxis/90247/vista_richtig_loslegen/index6.html
NACHTRAG: Die oben beschriebene Prozedur muss für alle ControlSetXXX wiederholt werden.
NACHTRAG 2: Scheinbar scheint es noch nicht der Weisheit letzter Schuss zu sein. Das mit dieser Prozedur umgestellte Windows verweigerte bereits beim ersten Neustart nach vollständiger Abschaltung des Rechners den Start. Das Verhalten war das gleiche wie vorher (kurzer Bluescreen und Neutstart mit angebotener Systemwiederherstellung). Vermutlich hat die Systemdateiwiederherstellung zugeschlagen. Wenn ich diesbezüglich Neuigkeiten habe, werde ich den Artikel ergänzen.